Ist HDPE brennbar?
JA! Um jedoch eine Ausbreitung des Feuers von einem Stockwerk zum
anderen oder von einem Raum zu einem anderen zu verhindern, bieten
wir die feuerlöschende Valsir Muffe (Art. 410) an, die REI
180 entspricht, d.h., 180 Minuten lang dem Feuer widersteht.
Kann die feuerlöschende Muffe horizontal oder nur vertikal
eingesetzt werden?
Die feuerdämpfende Muffe kann sowohl vertikal als auch horizontal
eingesetzt werden.
Wie funktioniert die feuerlöschende Muffe?
Die Muffe besteht außen aus Stahl. Wenn sie einmal an das
Rohr montiert und eingemauert ist, „erdrosselt“ sie
beim Kontakt mit dem Feuer das Rohr (da sich das Material im Inneren
in dieser Situation ausdehnt) und verhindert so den Durchgang
der Flamme.
Ist es möglich, HDPE zu verkleben?
NEIN! Sämtliches Polyäthylen ist nicht klebbar.
Ist es möglich, die Valsir Produkte mit denen der Konkurrenz
zu verschweißen?
Wenn das Produkt der Konkurrenz den Anforderungen der UNI EN 1519-1
Norm entspricht und mit der IIP Marke versehen ist, sind die Produkte
untereinander kompatibel. Es ist zu beachten, dass unsere Versicherung
im Schadensfalle nur eintritt, wenn das Produkt von Valsir ist.
Das Produkt ist demnach versichert?
JA! Valsir leistet 10 Jahre lang Garantie auf alle hergestellten
Produkte. Diese Garantie tritt nicht ein, wenn die Verlegungen
nicht fachgerecht ausgeführt wurden.
Wenn HDPE ein Loch bekommt, wie kann es repariert werden?
A: Mit Hilfe von 2 Elektromuffen, die als Gleitmuffe zu verwenden
sind und den defekten Rohrteil beseitigen.
B: Durch Benutzung der Valsir Ausbesserungsteile (Art. 455).
C: Indem über dem Loch das Valsir Band (Art. 477) geschmolzen
wird, wobei das Valsir Gebläse (Art. 476) zu verwenden ist.
Bis zu welchem Druck kann HDPE widerstehen?
Das HDPE für Abflüsse darf gemäß der Normenvorschriften
UNI EN 1519-1 nicht unter Druck gesetzt werden. Dennoch sind die
Rohrstärken aus HDPE bis zum Durchmesser 160 die gleichen
wie bei der Unter-Druck-Serie PN4 während die Stärken
der restlichen Rohre denen der Serie PN3,2 entsprechen. Hiermit
ist selbstverständlich das Rohr, auch verschweißt,
aber ohne Formteile mit Elektromuffen, Steckrohreinlagen, Erweiterungsteilen
und allen sonstigen Formteilen, die Dichtungen besitzen gemeint.
Kann HDPE für den Durchfluss von Trinkwasser benutzt werden?
Die Norm UNI EN 1519-1 bezieht sich nur auf Rohre und Formteile
aus HDPE für den Abfluss im Inneren von Gebäuden, wenngleich
es derselbe Rohstoff ist, der auch bei der Produktion von Unter-Druck
HDPE für die Leitungen von H2O verwendet wird.
Kann HDPE für den Abfluss auch für die Leitung von Brenngas
eingesetzt werden?
NEIN! Die derzeit gültigen Normen sehen dies nicht vor.
Ist HDPE säurebeständig?
Hierzu ist unser technische Katalog zu konsultieren, wobei auf
die korrekte chemische Bezeichnung des Stoffes Bezug zu nehmen
ist und nicht auf die umgangssprachliche (z.B.: CHLORBLEICHE =
SODIUMHYPOCHLORID).
Warum ist HDPE schwarz?
HDPE ist in seinem ursprünglichen Zustand weiß und
lichtdurchscheinend. Zum Schutz vor UV-Strahlung wird anschließend
eine kleine Menge Carbon-Black (Rußschwärze) zugefügt.
Die Norm UNI EN 1519-1 schreibt unter dem Punkt „Farbe“
vor: „vorzugsweise in schwarzer Farbe“.
Warum schmilzt das Rohr vor dem Verbindungsstück?
Die Schmelztemperatur beträgt für beide stets 210°C.
Die Herstellungstechnik der Formteile ist das Pressverfahren (das
Material wird im Inneren der Form gepresst), während das
Rohr durch Extrusion (d.h. das Material wird gezogen) hergestellt
wird. Deswegen erreicht das Rohr einige Sekunden früher vor
dem Formteil die Schmelztemperatur.
Warum schmilzt das Rohr der Konkurrenz früher oder später?
Die Schmelztemperatur ist immer 210°C. Zur Herstellung des
Rohres benutzen die verschiedenen Firmen, die das eingetragene
Markenzeichen IIP UNI verwenden untereinander kompatible Rohstoffe,
die sich aber in der Produktionsphase in Bezug auf zahlreiche
kleinere Details unterscheiden können (Extrusionsgeschwindigkeit,
Druckschub, Eigenschaften der Werkzeuge usw.). So kommt es, obwohl
stets die Anforderungen für die Produktion eingehalten werden,
zu diesen geringen Unterschieden in der darauffolgenden Schweißphase,
die jedoch auf die spätere Funktion keinen Einfluss haben.
Es gibt einen Schaden an der Anlage, was ist zu tun?
Die einzuhaltende Vorgehensweise ist folgende:
- den Schaden Valsir melden (innerhalb von drei Tagen);
- Valsir schickt einen Beauftragten zur Begutachtung zum Ort;
- der Valsir Beauftragte füllt ein Formular aus und montiert
das beanstandete Teil ab (bei dringenden Reparaturen den Schaden zunächst fotografieren);
- es werden die als angemessen erachteten Kontrollen durchgeführt;
ACHTUNG: in einigen Fällen kann es nötig sein, die Formteile
abzutrennen (darauf ist hinzuweisen);
- nachdem die Verantwortungsfrage geklärt ist, kommt es gegebenenfalls
zur Begleichung des Schadens, nach Eingang einer regulären
Reparaturrechnung.
Andere Modalitäten oder Abweichungen können ausschließlich
durch die Verantwortlichen von Valsir autorisiert werden.
Bis zu welcher Temperatur ist es möglich, HDPE zu verwenden?
Die Norm UNI EN 1519-1 gibt den Wert 95°C an, während
der Erweichungsgrad, d.h. die Temperatur, bei der das Teil sich
verformt, 125°C beträgt. Deswegen sind auch Spitzenwerte,
die über 95°C liegen, problemlos.
Ist es möglich, HDPE für Regenwasser zu verwenden?
JA! Es gibt keinerlei Probleme. Lediglich im Falle, dass bei der
Verlegung die Abflussrohrleitungen mit Sonnenbestrahlung in Kontakt
kommt, ist der Ausdehnungsfaktor zu berücksichtigen, der
0,2 mm/m °C beträgt. Daher ist es notwendig, Ausdehnungsverbindungssteile
einzusetzen.
Wie ist es möglich, die Ausdehnung zu berechnen?
Es gibt eine Formel:
Längendehnung = 0,2 x (Länge Rohrleitung) x Wärmeveränderung
Hierbei ist 0,2 der Ausdehnungsfaktor.
Beispiel: In einer Rohrleitung lassen wir Wasser abfließen,
das eine Temperatur von 70°C erreichen kann, und die Temperatur
bei der Installation beträgt 0°C. Die Rohrleitung wird
daher einer Wärmeveränderung in Höhe von 70°C
ausgesetzt sein; die Länge des Rohres beträgt (als Beispiel)
5m. Wir können die Daten wie folgt in die Formel einsetzen:
Längendehnung = 0,2 mm x Länge Rohrleitung x Wärmeveränderung
mm 70 = 0,2 x 5 x 70.
Wir erhalten so eine Längendehnung von 70 mm. Es ist jedoch
zu berücksichtigen, dass Rohrleitungen nie vollkommen voll
sind und die Wassermengen bei hoher Temperatur stets begrenzt
sind.
Ist es möglich, eine Valsir Beratung zu erhalten, wenn man
eine komplette Abflussanlage realisieren muss: Abflussrohre, Bäderabflüsse,
Keller-Haus-Kreislauf?
JA! Unsere technische Abteilung ist in der Lage, jede Art von Tipps
zu geben. Ferner sind in unseren technischen Katalogen Tabellen
für die Bemessung der Abflussrohrleitungen enthalten.
Sind für das Rohr aus HDPE, das ganz in den Strahl eingetaucht
wird, besondere Schutzvorkehrungen zu treffen?
Das ist nicht unbedingt notwendig. Jedenfalls ist ein Schutz aus
schwerem Papier oder Wellpappe auch nicht schädlich.
Ist es möglich, ein PVC-Rohr (oder anderes Material) an das
HDPE-Rohr anzuschließen?
JA! Man muss die Durchmesser, die miteinander zu verbinden sind,
kennen und bestimmen, ob die zu verbindenden Rohre eine Rohreinlage
besitzen oder nicht.
Was muss man tun, um ein HDPE-Rohr zu verschließen?
Endgültiger Verschluss: den Valsir Verschlussdeckel (Art. 342) verschweißen. Provisorischer Verschluss: Lösung A: die Valsir Verschlusskappe (Art. 340) verschweißen. Lösung B: die Valsir Rohrschelle (Art. 347) verschweißen, d.h. hierzu den losen Valsir Flansch (Art. .45), die dazugehörige Serie Valsir Bolzen (Art. 341), die Valsir Dichtung (Art. 343) und den Valsir Blindflansch (Art. 346) verwenden.
